Feinste Lemoncurd-Tarteletts zur Teatime

wild garlic bannocks           Bärlauch Fladenbrötchen

 

Heute ist es wieder soweit: Ein neuer Blogpost am Doppeldonnerstag… Alle 14 Tage ein neuer Artikel und doppeltes Rezepteglück. Denn, wie versprochen gibt es ab jetzt immer 2!! neue Kreationen aus meiner Küche frisch auf den Blog.

Apropos frisch: Da zwängt sich einem doch der Wonnemonat Mai mit den zahlreichen Möglichkeiten von Feld und Beet geradezu auf, etwas frisches, leichtes in der Küche zu zaubern. Bestimmt habt Ihr schon ein, oder zwei Gläschen Maibowle genossen. Habt einen Maibaum geschlagen oder bekommen, oder habt tanzend den Mai begrüßt… Vielleicht seid Ihr ja auch frisch verliebt, und tragt diese einzigartige, rosarote Brille, durch die der Mai noch wonniger, fröhlicher und zauberhafter erscheint?…

Wie auch immer, dieses Jahr zeigt sich der Wonnemomat von seiner Schokoladenseite: Brilliantes Wetter, warme Temperaturen und eine Blütenfülle im Garten, die von Rhododendron- über Flieder-, bis hin zu Waldmeister- und Obstblüten reicht. Oh, wie herrlich!!!

Da darf einem das Herz aufgehen und der Blick beseelt träumend durch die Landschaften wandern…

Blüten im Mai 2016

Und was passt an so einem tollen, sonnigen, warmen Mainachmittag besser als ein feiner Tee und einige Lemon-Curd-Tarteletts. Ich liebe es sehr im Garten zu sitzen, einige ruhige Minuten zu schaffen und eine teatime zu halten. Vielleicht kennt Ihr die großartigen Tees von Løv … http://de.lov-organic.com/?gclid=CN3fituX0swCFTMo0wodIx4I9g&ectrans=1 . Diese Mischungen sind wunderbar, und wenn man zu den Tarteletts unterstreichend eine Earl Grey Variante wählt, untermalt diese auf ganz subtile Art den feinen Geschmack der Tarteletts. Ich bereite den Tee im Sommer auch gern schon am Vormittag zu, so dass ich am Nachmittag den Tee gekühlt, mit einigen Minzblättchen und einem Spritzer Hollundersirup gestreckt, über Eiswürfel gegossen, serviere. Probiert diese Art des Teegenusses doch auch mal mit Euren Lieblingssorten aus.

So, und hier kommt das köstliche Rezept meiner Lemon-Curd-Tarteletts, das meinen so innig geliebten Scones den Rang streitbar macht: Diese einzigartigen Tarteletts sind so frisch und leicht wie der Mai. Ihre Farbe und der köstliche Boden machen sie einfach unwiderstehlich. Gar nicht schwer, und trotzdem ein absoluter eyecatcher. Los geht’s…

Lemoncurd-Tarteletts

Lemon-Curd-Tarteletts

Zutaten

  • Saft von 4 Bio-Zitronen
  • Schalenabrieb von 2 der Bio-Zitronen
  • 200g Zucker
  • 100g Butter
  • 3 Eier
  • 110g Butter (gesalzen)
  • 40g Puderzucker
  • 180g Mehl
  • 1Ei
  • 2EL Milch

Zubereitung

Die Schale von zwei Zitronen reiben. Den Saft von vier Zitronen auspressen und zur Seite stellen. Nun eine Schale über dem Wasserbad erhitzen und den Zitronensaft, die abgeriebene Zitronenschale, den Zucker und die Butter verrühren. Wenn der Zucker sich aufgelöst hat, die Eier mit dem Mixer verquirlen und zur Zitronenmischung hinzufügen. Diese Mischung solange über dem Wasserbad mit einem Schneebesen schlagen, bis sich eine cremige Masse bildet. ACHTUNG: Unter Umständen kann dieser Prozess bis zu einer halben Stunde dauern.

Die Lemoncurd in ein sauberes, steriles Glas abfüllen und abkühlen lassen.

Für den Teig aus den oben genannten Zutaten einen Teig herstellen. Für etwa eine Stunde kalt stellen. Danach eine 24-er Muffinform fetten und den Teig portionsweise in die Mulden drücken und einen Rand hochziehen.

Den Backofen auf 200ºC vorheizen.

Nun die Lemoncurd teelöffelweise auf die Tarteletts geben und circa 15 Minuten in den Backofen geben. Nach der Backzeit auskühlen lassen und mit Puderzucker und frischen Heidelbeeren oder Himbeeren dekorieren. Restliche Lemoncurd kaltstellen und innerhalb von 14 Tagen aufbrauchen.

Und da der Sonnentag ja nicht mit einem Tee endet, sondern mit einem schönen Dinner oder einem Picknick, habe ich noch eine Köstlichkeit aus dem schönen Irland für Euch: wild garlic bannocks. Sagt Euch nichts, oder? Keine Sorge. Es handelt sich um einen herzhaften, scones-ähnlichen Teig in den Bärlauch verbacken wird. Diese kleinen, handlichen Fladenbrötchen serviere ich gerne begleitend zum Grillen und häufig mit hausgemachter Kräuterbutter. Dafür streife ich dann durch meinen Garten und ernte Kräuter. Im Mai bietet der Garten mir genug Zutaten für die Butter. Bei uns gab es die bannocks zum Vatertagsgrillen (Mega-Klischee, aber auch bei uns liebgewonnene Tradition), bestrichen mit dieser Variante Kräuterbutter:

  • 250g weiche, gesalzene Butter
  • 1Handbund gemischte Kräuter; bestehend aus Salbei, Oregano, Bohnenkraut, Basilikum, Bärlauch und Schnittlauch (nach Jahreszeit variabel; was im Garten oder auf dem Wochenmarkt verfügbar ist)
  • 2 Knoblauchzehen nach Geschmack

Die Zubereitung ist simpel: Man säubert die Kräuter und hackt sie möglichst klein. Vermengt diese mit dem feingeschnittenen Knoblauch und der weichen Butter und füllt alles in ein Schraubglas mit Deckel. Stellt die Butter kühl. Falls Ihr zum Picknick aufbrechen möchtet, lässt sich die Kräuterbutter im Glas hervorragend transportieren.

Nun zu den wild garlic bannocks. Sie schmecken lauwarm vom Grill oder aus dem Backofen hervorragend. Sie sind ein traditionelles Gebäck zu Beltane, einem ursprünglich irischen Brauch, der in der Nacht zum und am 1. Mai gefeiert wird. Analog also zu dem uns bekannten Tanz in den Mai, aber mit differenter Bedeutung: Beltane symbolisiert den Sommeranfang in Irland und ‚Beltaine‘ bedeutet im heutigen Irisch Mai.

Es geht den Iren doch so wie uns: Nach dem langen Winter und den eher zaghaften Anläufen von Frühling, starten nun alle direkt in Richtung Sommer und Freizeit außerhalb der vier Wände. Im Garten, auf dem Balkon, im Park oder auf der Decke an Ihrem Lieblingsort…

Die Laune steigt, die Menschen sind fröhlich und oft hört man von Weitem irgendwo einen Fetzen Musik, oder der Straßenmusiker schenkt uns eine Melodie, die uns den Tag über im Kopf begleitet. Wir tanzen, die Hormone tanzen ♥ und der Wein schmeckt an den ersten langen Abenden im Kerzenschein open air besser als im Rest des Jahres, oder?

Ihr merkt schon, ich bin dem Frühling verfallen, genauso, wie den wild garlic bannocks. Und damit Ihr schon rechtzeitig zum Sommeranfang (wir haben ja anders als die Iren noch ein wenig Zeit den schönen Frühling zu zelebrieren)  die bannocks am Start habt, folgt hier das Rezept…

wild garlic bannocks Bärlauch Fladenbrötchen

wild garlic bannocks (Bärlauch-Fladenbrötchen)

Zutaten

  • 550g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1TL Natron
  • 1TL Zucker
  • ein Handbund Bärlauch
  • 1 Ei
  • ca. 300ml Buttermilch

Heizt den Backofen auf 230ºC vor.

Knetet aus den angegeben Zutaten einen Teig. Gießt dabei die Buttermilch nur langsam zu, so dass Ihr den Zeitpunkt des perfekten Teigs nicht verpasst. Je nach Art Mehl und Backpulver varriiert hier die Menge Flüssigkeit, die man benötigt, um einen geschmeidigen, gut ausrollbaren Teig herzustellen.

Schneidet den Bärlauch klein und knetet ihn unter den Teig. Rollt den Teig fingerdick auf bemehlter Arbeitsfläche aus und stecht mit einem Wasserglas oder einem Anrichtering runde Teiglinge aus, die Ihr auf ein Backblech legt und circa 10 Minuten im Ofen ausbackt.

Serviert die bannocks zu Grillfleisch, Salaten, pur mit der oben erwähnten Kräuterbutter oder überrascht Eure Freunde mit dem Rezept als Mitbringsel zur Party oder belegt die bannocks für den Lunch. Auch to go ein Genuß…

Ich wünsche Euch den tollsten Mai überhaupt…

Sonnige Grüße

Lilleby

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