Month: März 2016

Frühling ahoi…

Hurra!!! Pünktlich zu Ostern hat das Thermometer die 15 Grad Celsius geknackt und mein erster Espresso auf der Terrasse wurde ermöglicht… Endlich, denn dieser ewig  landandauernde Winter, die damit verbundene Kälte und die Schlechtwettergesichter meiner Mitmenschen gehören damit für’s Erste der Vergangenheit an,bis, ja bis es wieder zu warm ist und diese Tatsache zu kleinen Trotzanfällen erwachsener Kindsköpfe führt… Ach ja, genießen wir nun also den Frühling, die freien Tage und die Ferien…

Nach Grippe, Grippe und erneuter Grippe, die alle Familienmitglieder flachgelegt und niedergestreckt am langen Arm hat leiden lassen, ist es nun umso schöner, jeden Moment draußen im Sonnenschein zu feiern. Ich habe trotz des schlechten Wetters in den vergangenen Wochen fleißig im Garten gewerkelt und Hochbeete angelegt, Neupflanzungen vorgenommen und etliche Mengen Mulch, Erde und Blätter bewegt. Das Wetter ist im Prinzip ja auch nicht mehr als eine temporäre Herausforderung aller innerer Ablehnung gegen Kälte  zu widerstehen und entgegen der „Füße hoch-Schoki auf-Jogger an“-Mentalität zu handeln. Wenn zum Ausgleich der rotgefrorenen Finger der erste Zitronenfalter seine Runden dreht, die Kohlmeise auf der Suche nach Nistmaterial dem auf der Terasse aufgestellten Dekohasen das Fell rupft und die ersten bunten Frühlingsblüher um die Wette blühen und ihren Duft verströmen, dann lohnt es sich immer wieder.

Bei aller Arbeit ist es immer auch Freude und Glück…

Ich kann es kaum erwarten, frische Früchte, Salate und Gemüse in den Händen zu halten und daraus etwas Leckeres zu zaubern. Noch dauert es ein bisschen, aber Ende April, Anfang Mai wird es möglich sein, die Hochbeete zu bepflanzen und die Küche mit eigenen Anbauten aufzupeppen.

Ostern ist da immer so ein Kompass, der mich direkt in Richtung grüner Spargel und erste Erdbeeren schickt, an Waldmeistergeruch hinter meiner Gartenbank denken lässt und Bilder blühender Magnolienzweige ,sanft im Wind rauschend, hervorruft.

Auf dieser Gartenbank nehme ich mir dann auch ab und zu die Freiheit, verlockend leckere Scones, Quarkbrötchen oder Waffeln zu genießen. Hinter mir der Waldmeister, vor mir die Magnolie und die Erdbeeren, nun ja, als süßes Topping zu meiner „teaparty“ in Form eines Erdbeercurds, einer Konfitüre oder als eine Melange mit Rhabarber…

Die nächsten Wochen können kommen… Frühling, zeig‘ was du drauf hast!!! Fang Ostern damit an, so wie ich mit meinen geliebten Quarkbrötchen, und gib im April und Mai alles, damit bei Grillfesten, Picknicks und Teaparties in Gärten, Stadtparks und auf Gehsteigen Essen unter freiem Himmel und kitzelndem Sonnenschein auf der Nase zelebriert werden kann!!!

Für Euch gibt es hier jetzt noch einen Klassiker meiner Küche, die Quarbrötchen. Simpel, schnell und verdammt lecker.

Habt es schön mit einem Quarkie auf der Faust!!! HAPPY EASTER…

Quarkbrötchen

  • 250 g Quark
  • 200 ml Milch
  • 200 ml Speiseöl (neutral im Geschmack)
  • 160g Zucker
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 600g Mehl

Den Backofen auf 175 Grad Celsius vorheizen. Aus den oben angegebenen Zutaten einen Teig herstellen. Diesen in ca. 16 gleichgroße Teigportionen aufteilen und zu Brötchen formen.  Auf Backpapier legen und für ca. 20 Minuten backen.

Lauwarm genießen. Ob pur, mit süßem Aufstrich oder mit Rosinen, getrockneten Blaubeeren oder Kakaonibs. Eure Phantasie bestimmt das Ergebnis!!!

Bon appetit…

Eure Lilleby

Friesentorte

Friesentorte

Für den Boden

  • 60g Butter
  • 125g Mehl
  • 45g Puderzucker
  • 1Päckchen Vanillezucker
  • 1Prise Salz
  • 1Ei

Für die Blätterteigböden

  • 2 Päckchen fertiger Blätterteig, ausgerollt; z.B. von Henglein
  • 125ml Ahornsirup
  • Ceylonzimt gemahlen (nach Geschmack)

Für das Pflaumenmus

  • 2 Gläser eingelegte Pflaumen
  • 500g Gelierzucker 2:1
  • Ceylonzimt
  • Bourbonvanille

∗Wer das Pflaumenmus kaufen möchte, orientiert sich an einer Menge von ca. 600-700g∗

Für die Vanillesahne

  • 750g Sahne
  • Sahnesteif
  • 2EL Puderzucker
  • 1-2 Päckchen Borbonvanillezucker

Backform ∅ 26cm

Zubereitung

Zuerst solltet Ihr das Pflaumenmus zubereiten. Es muss vollständig ausgekühlt und geliert sein, bevor es in der Torte zum Einsatz kommt. Dafür gebt Ihr den Inhalt zweier Gläser Pflaumen, halbe Frucht, entsteint, gezuckert, mit einem Abtropfgewicht pro Glas von 395g sowie 100ml Flüssigkeit (aufgefangen beim Abtropfen der Früchte) in einen Topf. Fügt nun den Gelierzucker sowie nach Geschmack Bourbonvanille und Ceylonzimt hinzu. Lasst diese Mischung sprudelnd aufkochen. Püriert das Fruchtmus und macht eine Gelierprobe. Fällt die Gelierprobe positiv aus, füllt die Masse in sterile Gläser oder bei zeitnaher Weiterverwendung in ein geeignetes Gefäß Eurer Wahl. Verschließt die Gläser, dreht sie um und lasst sie kurz ruhen. Nach 5 Minuten könnt Ihr sie wieder umdrehen und zum Auskühlen stellen. Möglicherweise entsteht mehr Pflaumenmus, als die benötigten 600-700g. Das restliche Mus ist aber beim Frühstück, zu Crêpes, zu Waffeln oder in einem Eisbecher auch gut aufgehoben…

Nun aus den oben angegebenen Zutaten einen Teig für den Boden herstellen und diesen ca. 2 Stunden kühlen.

In der Zwischenzeit den Backofen auf 225ºC vorheizen. Die Blätterteigplatten ausrollen und 3 Böden à 26cm Durchmesser formen. Diese auf ein Backpapier legen, mit einer Gabel mehrmals einstechen und mit der Tunke,die Ihr aus Ahornsirup und Zimt anrührt, bestreichen. Jeden Boden für ca. 15 Minuten abbacken und zur Seite stellen. Aus dem restlichen Blätterteig ebenfalls eine Teigplatte (deren Durchmesser ist egal; hieraus entstehen später die „Toppingbrösel“) herstellen und diese mit Tunke bestreichen. Abbacken und zum Auskühlen zur Seite stellen.

Nun den Teig für den Boden aus dem Kühlschrank nehmen und in eine gefettete Springform geben. Den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen und 15 Minuten bei 225ºC backen. Den Teig in der Form auskühlen lassen.

Stellt nun die Vanillesahne her. Hier müsst Ihr probieren, wie süß die Sahne werden soll. Ein entscheidender Faktor einer Durchschnittsfriesentorte und einer Megafriesentorte besteht definitiv in der Konsistenz und dem Geschmack der Sahne. Sie sollte süß und relativ standfest sein. Also schlagt die Sahne mit dem Sahnesteif, gebt den Puderzucker dazu und im weiteren Rührprozeß den Vanillezucker. Probiert und checkt die Festigkeit. Die Sahne muss schließlich die Böden plus Pflaumenmus „tragen“…

Bestreicht nun den Tortenboden mit einer Schicht Pflaumenmus und einem Teil der Sahne. Legt hierauf den ersten Blätterteigboden. Verfahrt wie beim Tortenboden: Schichtet Pflaumenmus und Sahne. Fügt den zweiten Blätterteigboden hinzu. Auch diesen bestreicht Ihr mit Pflaumenmus und Sahne. Garniert die Torte mit der restlichen Sahne aus. Achtet darauf Pflaumenmus und Sahne nicht zu vermischen!

Nehmt nun die übrigen Bläterteiggebäcke und zerbröselt diese. Je feiner je schöner… Gebt einen Teil der Brösel auf die Friesentorte und stellt diese mindestens 8 Stunden, besser über Nacht in den Kühlschrank.

Entfernt vor dem Servieren den Springformrand. Verteilt nun ringsum die Friesentorte die restlichen Blätterteigbrösel und serviert.

Voilà! Fertig ist sie – die Friesentorte.

Lasst Euch diesen Klassiker norddeutscher Küche schmecken!!!…