Herbst

Herbstrezepte

Applecrumble~quickneasy

Hier ein qickndirty für 4 Portionen…

  • 100ml neutrales Pflanzenöl
  • 250g Hafermehl
  • 2EL Mandelmus
  • Zucker/Sirup o.ä.nach Geschmack
  • Gemahlene Bourbonvanille oder Zimt
  • 6 geschälte,gewürfelte Äpfel

 

Aus den angegebenen Zutaten einen Crumble herstellen, indem Ihr alles krümelig miteinander verknetet. Die gewürfelten Äpfel in eine feuerfeste Form füllen und mit dem crumble bestreuen.

Den Backofen auf 190’C vorheizen und den crumble ca.20Minuten auf mittlerer Schiene backen.

Noch warm mit Eis,Sahne,Vanillesauce oder pur jederzeit ein Genuss!!!

 

 

Waffeln mit karamellgebrannten Äpfeln in Holunderhonigsud aromatisiert mit Zimtblüten und Vanillesahne

Waffel mit karamellgebrannten Äpfeln im Holunderhonigsud, Zimtblüten und Vanillesahne

Zutaten

  • 8 kleine Äpfel
  • 1 Glas Holunderhonig ( ich mache meinen zur Holunderblüte selbst; vielleicht kann man aber auch welchen kaufen… Es handelt sich hierbei nicht um Bienenhonig! Holunder- oder Hollerhonig ist ein Produkt, das zur Zeit unserer Großeltern hausgemacht wurde)… Rezept folgt!
  • Zucker für das Karamell
  • etwas Apfelsaft ( besonders gut sind die sortenreinen Varianten von Voelkel)
  • Zimtblüten ( und bitte wirklich Zimtblüten; das Aroma ist erstaunlich different zu gewöhnlichem Zimt und es soll um diese Jahreszeit ja nicht nach Weihnachten schmecken)
  • 1 Päckchen Sahne
  • etwas Vanillezucker
  • 150 ml neutrales Pflanzenöl
  • 130g Zucker
  • 4 Eier
  • 350g Mehl
  • 1EL Rum
  • 1Pck. Bourbonvanillezucker
  • 1Pck. Weinsteinbackpulver
  • Wasser

Zubereitung

Wascht und entkernt die Äpfel. Schneidet sie mit Schale in Spalten. Verflüssigt den Zucker in einer Pfanne und lasst ihn karamellisieren. Löscht mit etwas Apfelsaft und fügt die Apfelspalten hinzu. Lasst alles kurz köcheln. Nicht zu lange, die Apfelspalten sollten eine mürbe, aber dennoch leicht bissfeste Textur besitzen.

Schichtet die Apfelspalten in ein Weckglas mittlerer Größe und begießt alles mit dem Inhalt eines Glases Holunderhonig. Fügt nun einige Zimtblüten ganz, oder im Mörser leicht angestoßen zu den Karamelläpfeln hinzu. Lasst die Äpfel verschlossen etwas ziehen.

Bereitet nun aus den oben genannten Zutaten den Teig für Eure Waffeln. Fügt zum Teig soviel Wasser hinzu, dass ein eher weicher, leicht fließender Teig entsteht. Stellt den Teig in den Kühlschrank und gebt ihm 2-3 Stunden Ruhe.

Schlagt nun die Sahne mit etwas Vanillezucker halbsteif oder steif.

Heizt das Waffeleisen auf. Portioniert den Teig. Überprüft die Konsistenz noch einmal und backt ca. 12 Waffeln ab.

Serviert die warmen Waffeln mit den Karamelläpfeln, dem Holunderhonig-Zimtblüten-Sud sowie der Vanillesahne…

Bon appetit…

Doppel-Donnerstag… 2 Rezepte alle 2 Wochen…

So, hier ist es: Mein neues Motto!

Ihr findet ab jetzt, im 14-tägigen Rhytmus, 2 Rezepte am Donnerstag auf diesem Blog. Dazu habe ich mich entschieden um eine gewisse Konstanz in die Veröffentlichung meiner Rezepte zu bringen und um besser planen zu können.

Einige Rezepte brauchen etwas Vorlauf: Sei es die Besorgung der Zutaten oder die Zubereitung dergleichen. Ich hoffe, mit der Veröffentlichung am Donnerstag und dem Freitag zur Planung und für den Einkauf, auch Eure Zeitschiene zu treffen, um am Wochenende feine, selbsgemachte Glücksküchenergebnisse auf Euren Tellern und Tafeln präsentieren zu können.

Also, auf geht’s… Hier entlang zu den ersten Doppel-Donnerstag-Rezepten…

Heute bekommt Ihr, jahreszeitentypisch, ein Rezept mit Rhabarber und, eher untypisch, eins mit Äpfeln. Da in diesem Frühjahr ab und an ja das Gefühl von Frühsommer herrschte, wagte ich mich an Rhabarber und da prompt 2 Tage später wieder der Novemberblues seinen Reigen spielte, gab es Waffeln mit Karamelläpfeln und gaaaaaaaaaaaaaaaanz viel Sahne und Zimtblüten.

Man könnte diese Rezepte „spring meets autumn“ taufen…

Ihr seht, Ihr habt die Wahl: Je nach Wetter, Laune, Kühlschrankstand oder Marktangebot!

 

Süsskartoffel-Muffins

Süsskartoffel-Muffins

Zutaten

  • 600g Süsskartoffel
  • 2 rote Zwiebeln
  • 5 Eier
  • Chilliflocken nach Geschmack
  • 2EL saure Sahne
  • 250g Mehl
  • 2TL Backpulver
  • 50g geriebener Käse
  • Salz und Pfeffer
  • nach Geschmack: getrocknete Tomaten, Lauch, Speck, Hackfleisch, Feta, Oliven,…

Zubereitung

Raspelt die gewaschenen Süsskartoffeln. Wenn ihr, so wie ich Bioware gekauft habt, könnt Ihr die Schale mitessen. Bei konventioneller Ware würde ich schälen!!! Schneidet die Zwiebeln in kleine Würfel. Gebt die Süsskartoffelraspel sowie die Zwiebeln in eine große Schüssel, vermengt mit der sauren Sahne und 3/4 des geriebenen Käses. Wer möchte, gibt nun die vorgeschlagenen Extras hinzu. Fügt die Eier,das Mehl und Backpulver hinzu.

Lasst die Teigmasse im Kühlschrank ca. eine halbe Stunde ruhen.

Schneidet aus 2 Backpapierabschnitten 12 Blättchen zu, mit denen Ihr die Mulden einer Muffinform auskleidet.

Heizt den Backofen auf 180ºC vor.

Befüllt die Muffinförmchen gleichmäßig mit der Teigmasse. Dekoriert mit dem restlichen Käse aus.

Backt die Süsskartoffel-Muffins ca. 45-50 Minuten auf mittlerer Schiene.

Lasst die Muffins kurz oder ganz auskühlen. Durch die Backpapierhülle sind die Muffins auch toll zum Mitnehmen, für die Lunchbox oder zum Picknick.

In diesem Sinne…

Bon appetit…

Gemüsequiche

Gemüsequiche

Für den Teig

  • 80g Kicherebsenmehl
  • 170g Vollkornmehl
  • 150g kalte, gesalzene Butter
  • 1 Ei

Für den Belag

  • 2 Handvoll Erbsen TK
  • 2-3 Urmöhren
  • 2 kleine oder 1 große Pastinake
  • 1 rote Zwiebel
  • 3 Eier
  • 100ml Milch
  • Gewürzmischung aus Pfeffer, Schwarzkümmel, Koriander, Kurkuma, Knoblauch, Petersilie, Majoran, Thymian und Lorbeer
  • etwas Öl zum Anbraten des Gemüses
  • Salz

Für einen begleitenden Dip (optional)

  • saure Sahne, Schmand oder Quark
  • etwas Salz und Pfeffer
  • etwas Kürbiskernöl
  • etwas Senf
  • Gewürzmischung aus getrocknetem Schnittlauch, getrockneter Petersilie, Knoblauch, Zwiebel, etwas Chili und Meersalz

Zubereitung

Aus den oben genannten Zutaten knetet Ihr einen Teig, der für eine Stunde zum Kühlen in den Kühlschrank gelegt wird.

Putzt nun das Gemüse und schneidet Möhren und Pastinaken in etwa gleichgroße Stückchen. Gebt das geschnittene Gemüse und die gewürfelte rote Zwiebel in eine Pfanne und bratet das Gemüse in etwas Öl kurz an. Würzt mit Salz und Pfeffer und bestreut das Gemüse mit der Gewürzmischung. Fügt anschließend die Erbsen dazu und lasst das Ganze zwischen 5 und 7 Minuten leicht braten. Das Gemüse sollte nun noch Biss haben, aber weder zu starke Röstaromen noch zu weich sein. Probiert einfach zwischendurch! Stellt die Pfanne mit dem Gemüse zur Seite.

Nach einer Stunde nehmt Ihr den Teig für die Quiche aus dem Kühlschrank und gebt diesen in eine gefettete Tarteform. Ich bevorzuge Tarteformen mit herausnehmbaren Böden, da diese das Servieren enorm erleichtern. Zieht den Rand leicht hoch, so daß der Eier-Milch-Guß nicht oberhalb des Teigrands aus der Form fließt.

Belegt nun den Quicheboden mit der Gemüsemischung und rührt aus den Eiern und der Milch, sowie Salz und Pfeffer den Guß an. Gießt diesen über die Quiche und backt die Quiche bei 160 Grad Celsius ca. 30 bis 40 Minuten. Lasst die Quiche danach leicht auskühlen, serviert sie lauwarm.

Wer möchte rührt noch schnell einen Dip an: Dafür benötigt Ihr ca. 200g Schmand o.ä., das Ihr mit etwas Kürbiskernöl glattrührt. Gebt Senf, Salz, Pfeffer und etwas von der Gewürzmischung für den Dip dazu und schmeckt ab.

Voila, fertig ist die Quiche.

Ich wünsche Euch einen leckeren Tag…

Friesentorte

Friesentorte

Für den Boden

  • 60g Butter
  • 125g Mehl
  • 45g Puderzucker
  • 1Päckchen Vanillezucker
  • 1Prise Salz
  • 1Ei

Für die Blätterteigböden

  • 2 Päckchen fertiger Blätterteig, ausgerollt; z.B. von Henglein
  • 125ml Ahornsirup
  • Ceylonzimt gemahlen (nach Geschmack)

Für das Pflaumenmus

  • 2 Gläser eingelegte Pflaumen
  • 500g Gelierzucker 2:1
  • Ceylonzimt
  • Bourbonvanille

∗Wer das Pflaumenmus kaufen möchte, orientiert sich an einer Menge von ca. 600-700g∗

Für die Vanillesahne

  • 750g Sahne
  • Sahnesteif
  • 2EL Puderzucker
  • 1-2 Päckchen Borbonvanillezucker

Backform ∅ 26cm

Zubereitung

Zuerst solltet Ihr das Pflaumenmus zubereiten. Es muss vollständig ausgekühlt und geliert sein, bevor es in der Torte zum Einsatz kommt. Dafür gebt Ihr den Inhalt zweier Gläser Pflaumen, halbe Frucht, entsteint, gezuckert, mit einem Abtropfgewicht pro Glas von 395g sowie 100ml Flüssigkeit (aufgefangen beim Abtropfen der Früchte) in einen Topf. Fügt nun den Gelierzucker sowie nach Geschmack Bourbonvanille und Ceylonzimt hinzu. Lasst diese Mischung sprudelnd aufkochen. Püriert das Fruchtmus und macht eine Gelierprobe. Fällt die Gelierprobe positiv aus, füllt die Masse in sterile Gläser oder bei zeitnaher Weiterverwendung in ein geeignetes Gefäß Eurer Wahl. Verschließt die Gläser, dreht sie um und lasst sie kurz ruhen. Nach 5 Minuten könnt Ihr sie wieder umdrehen und zum Auskühlen stellen. Möglicherweise entsteht mehr Pflaumenmus, als die benötigten 600-700g. Das restliche Mus ist aber beim Frühstück, zu Crêpes, zu Waffeln oder in einem Eisbecher auch gut aufgehoben…

Nun aus den oben angegebenen Zutaten einen Teig für den Boden herstellen und diesen ca. 2 Stunden kühlen.

In der Zwischenzeit den Backofen auf 225ºC vorheizen. Die Blätterteigplatten ausrollen und 3 Böden à 26cm Durchmesser formen. Diese auf ein Backpapier legen, mit einer Gabel mehrmals einstechen und mit der Tunke,die Ihr aus Ahornsirup und Zimt anrührt, bestreichen. Jeden Boden für ca. 15 Minuten abbacken und zur Seite stellen. Aus dem restlichen Blätterteig ebenfalls eine Teigplatte (deren Durchmesser ist egal; hieraus entstehen später die „Toppingbrösel“) herstellen und diese mit Tunke bestreichen. Abbacken und zum Auskühlen zur Seite stellen.

Nun den Teig für den Boden aus dem Kühlschrank nehmen und in eine gefettete Springform geben. Den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen und 15 Minuten bei 225ºC backen. Den Teig in der Form auskühlen lassen.

Stellt nun die Vanillesahne her. Hier müsst Ihr probieren, wie süß die Sahne werden soll. Ein entscheidender Faktor einer Durchschnittsfriesentorte und einer Megafriesentorte besteht definitiv in der Konsistenz und dem Geschmack der Sahne. Sie sollte süß und relativ standfest sein. Also schlagt die Sahne mit dem Sahnesteif, gebt den Puderzucker dazu und im weiteren Rührprozeß den Vanillezucker. Probiert und checkt die Festigkeit. Die Sahne muss schließlich die Böden plus Pflaumenmus „tragen“…

Bestreicht nun den Tortenboden mit einer Schicht Pflaumenmus und einem Teil der Sahne. Legt hierauf den ersten Blätterteigboden. Verfahrt wie beim Tortenboden: Schichtet Pflaumenmus und Sahne. Fügt den zweiten Blätterteigboden hinzu. Auch diesen bestreicht Ihr mit Pflaumenmus und Sahne. Garniert die Torte mit der restlichen Sahne aus. Achtet darauf Pflaumenmus und Sahne nicht zu vermischen!

Nehmt nun die übrigen Bläterteiggebäcke und zerbröselt diese. Je feiner je schöner… Gebt einen Teil der Brösel auf die Friesentorte und stellt diese mindestens 8 Stunden, besser über Nacht in den Kühlschrank.

Entfernt vor dem Servieren den Springformrand. Verteilt nun ringsum die Friesentorte die restlichen Blätterteigbrösel und serviert.

Voilà! Fertig ist sie – die Friesentorte.

Lasst Euch diesen Klassiker norddeutscher Küche schmecken!!!…

Eternal love

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Von der „black spooky Kikimora swiss roll’… Eine Halloweenerfahrung…

Man liebt es – oder, man hasst es… Das Brauchtum um und an Halloween. Ich gehöre eher der zweiten Kategorie an. Kategorie: Halloweenverweigerer.

Aber in diesem Jahr sollte alles anders sein. Meine Durchsetzungskraft bezüglich der Missachtung von Halloween wurde gebrochen, an einem Punkt, der mit meiner Affinität zu guter Küche und kreativem Umgang mit Lebensmitteln zu tun hat.

Da wurde mir die Idee unterbreitet zu einem ’spooky come together‘ eine Kleinigkeit in Form eines Desserts oder dergleichen beizusteuern. Ich hätte verneinen können und meine üblichen Abneigungen vortragen können, aber ich habe mich entschieden mich auf diese neue Erfahrung einzulassen und dieses Jahr Halloween in meinem Kalender zuzulassen.

Nun rückte der Termin näher und ich überlegte, welches Dessert es sein könnte. Farblich sollte es eher düster sein und den Gruselfaktor durfte ich natürlich keinesfalls außer Acht lassen…

Eine schwierige Aufgabe!

Und dann kam mir die zündende Idee: Vielleicht kennt jemand Anatoli Ljadov?!?

Der Ungar Ljadov hat 1905 eine symphonische Dichtung veröffentlicht. Sein opus 63 beschäftigt sich mit der Figur der Kikimora. Die Kikimora ist die skurile Protagonistin seiner ‚Erzählung‘ und sie verkörpert in Form eines weiblichen Poltergeists das dunkle, unheimliche, vorwiegend unsichtbare und unheilbringende Wesen, das nachts durch Gemäuer streift und Unfrieden stiftet, indem sie Spinnrocken zerstört oder Tiere stiehlt. Sie poltert und verängstigt in ihrer Erscheinung die Bewohner zusehends. Man munkelt der Anblick der Kikimora bringt demjenigen, der sie sieht, lebenslänglich Unglück…

Foto: Kate Jonez via Pinterest
Kikimora

Die Skizzen und Bilder, die die Figur der Kikimora illustrieren, stellen häufig eine hühnerbeinige Kreatur mit Entenschnabel, Kopftuch und hagerer Gestalt in einem eher lappigen Kostüm dar. Heutzutage vielleicht nicht mehr der ultimative Gruselschocker zu Halloween, dennoch mein perfekter Einstieg in’s Thema.

Während ich also den Tönen Ljadovs lauschte, kam mir die Idee zu meiner black spooky Kikimora swiss roll, indem ich überlegte, welches Dessert wirklich gerne gegessen wird und welche Farben an Halloween unverzichtbar wären. Da mein Zugang zur Nachspeise ja eine europäische Initialisierung via Ljadov und seiner Kikimora vollzog, und nicht, wie sonst üblich, amerikanische Anleihen eines komplex aufgebauschten Industriezweigs ausschlaggebend waren, fiel meine Basisentscheidung zugunsten einer swiss roll-einer Biskuitrolle.

Diese luftige Masse, die abgebacken eine so softe, süße Liebeserklärung an den Biskuit ist bildet die Grundlage meiner Kikimora. Um sie spooky und halloweentauglich zu gestalten, hat der Biskuitteig eine schwarze Färbung erhalten. Bei der Füllung, einer klassischen Vanillesahne hat rote Lebensmittelfarbe geholfen, den gewünschten gruseligen Gegenpol zum schwarzen Teig herzustellen, in die Abschnitte von sauren Haribo Spaghetti untergehoben werden. Das ausführliche Rezept für die swiss roll bekommt Ihr hier in den nächsten Tagen nachgereicht…das Bild aber jetzt schon:

Black spooky Kikimora swiss roll

Die Geschmacksknospen treffen bei der Kikimora also auf eine süße, leicht saure, vor allem aber saftige Gesamtkomposition, die ausdekoriert mit ‚ekeligem Plastikgetier'(wie schwarzen Spinnen, Mäusen oder Fledermäusen) zur Geisterstunde im Schein vieler Kerzen und mit der untermalenden Musik von Ljadov serviert, die Phantasie der kleinen und großen Naschkatzen zu beeinflussen weiß und auf einmal kann man sich vielleicht doch vorstellen, dass irgendwann und irgendwo in dunklen Nächten eine hühnerbeinige, schrullige, entengesichtige Figur ihr Unwesen treibt…BOOOOOO!

In diesem Sinne ein spooky happy halloween…

Eure Lilleby

Quiche patrie

Quiche patrie

Zutaten

für den Pumpernickelboden

  • 150g Pumpernickel
  • 150g Weizenmehl (Type 425)
  • 150g gesalzene Butter
  • 1 Eigelb
  • 2-3 EL kaltes Wasser

für die Füllung

  • 200g geputzte, in Scheiben geschnittene Rosenkohlröschen
  • 400g crème fraîche
  • ca. 80g westfälischer Knochenschinken
  • Muskatnuss plus Reibe
  • 1EL Butter
  • 1Ei
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1-2 TL Zitronensaft

für die Vin Santo-Vanille Trauben (marinieren mind.12 Stunden)

  • 10-12 kernlose Weintrauben (hell und dunkel)
  • 2 EL Vin Santo
  • 1 Messerspitze gemahlene Bourbonvanille

für die Maroni

  • 200g vorgekochte Maroni
  • etwas Puderzucker
  • Salz

für den Feldsalat

  • 80-100g Feldsalat
  • den abgegossenen Vin Santo der marinierten Weintrauben (ca 2EL)
  • 2EL neutrales Pflanzenöl
  • 1-2TL naturtrüben Apfelsaft
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung

Für die Vin Santo-Vanille Trauben schneidet Ihr die Weintrauben in feine Scheiben. Diese mariniert Ihr mit einem Dressing aus 2EL Vin Santo und der gemahlenen Bourbonvanille. Stellt diese Trauben mindestens 12 Stunden in den Kühlschrank.

Für den Boden dieser Quiche benötigt Ihr Pumpernickelmehl. Um dieses herzustellen legt Ihr die Scheiben des Pumpernickels bei 200ºC Ober-und Unterhitze für ca 20 Minuten auf mittlerer Schiene in den Backofen. Lasst die Scheiben danach auskühlen. Das Brot sollte nun sehr knusprig sein.

Zerteilt die gerösteten Brotscheiben und gebt sie in einen Blitzhacker. Es ergibt sich ein Pumpernickelschrot.

Diesen Schrot gebe ich nun in eine Körnermühle, die das Pumpernickelmehl noch feiner mahlt. Wer den Boden lieber etwas kerniger mag lässt diesen Schritt aus.

Das erhaltene Pumpernickelmehl mischt Ihr mit dem Weizenmehl und knetet Butter und Ei ein. Erst zum Schluß gebt Ihr, je nach Feuchte des Teigs, das Wasser hinzu. Wickelt den Teig in Klarsichtfolie oder legt ihn in ein Gefäß mit Deckel und lasst ihn für ca.1 Stunde im Kühlschrank ruhen.

Gebt den in feine Scheiben oder Streifen geschnittenen Rosenkohl in eine Pfanne und bratet ihn in der Butter an. Leichte Röstaromen sind dieser Quichefüllung zuträglich, d.h. leicht nussbuttrige Akzente dürfen aufkommen. Schmeckt den Rosenkohl mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer ab und stellt ihn zur Seite.

Lasst nun den Knochenschinken im Backofen oder der Mikrowelle trocknen, bis er sich mit den Fingern zu Schinkenchips brechen lässt.

Füllt den Rosenkohl und die crème fraîche in einen Blitzhacker und vermengt die Zutaten zu einer feinen Masse. Bei Bedarf und nach Konsistenz gebt an dieser Stelle etwas Milch zur crème.Schlagt ein Ei in die Masse. Rührt die Schinkenchips in die Crème und schmeckt mit Salz, Pfeffer und Muskat ab.

Heizt den Backofen auf 180ºC Ober-und Unterhitze vor.

Kleidet eine gefettete Springform mit dem Pumpernickelteig aus. Achtet darauf einen Rand in der Form hochzuziehen, da sonst Teile der Crème aus der Form fließen könnten.

Gebt die Quichecrème mit Rosenkohl und Knochenschinken auf den Boden und backt die Quiche ca. 40 Minuten im Backofen. Lasst die Quiche lauwarm auskühlen.

Stellt nun das Dressing für den Feldsalat her. Gießt die Marinade der Weintrauben ab und fangt die Flüssigkeit auf. Vermengt die Vin Santo-Vanille-Marinade mit dem neutralen Pflanzenöl und dem Apfelsaft. Schmeckt das Dressing mit Salz und Pfeffer ab. Wascht, putzt und verlest den Feldsalat und nappiert ihn mit dem Dressing.

In einer Pfanne gebt Ihr Puderzucker über die Maroni (oder andere Nüsse Eurer Wahl). Lasst die Esskastanien karamellisieren und schwenkt sie in der Pfanne, bis sie schön gebräunt sind und einen knusprig-herben, dennoch leicht süßen Konterpunkt zu den marinierten Weintrauben und dem knackigen Feldsalat setzen. Ob als ganze Maroni oder als Maronibruch entscheidet Ihr.

Serviert die lauwarme Quiche portioniert mit einem Topping aus mariniertem Feldsalat sowie Scheiben der Vin Santo-Trauben und etwas Maronibruch.

Bon appetit…

P.S. …diese Quiche schmeckt einmal erkaltet und erneut lauwarm temperiert eventuell noch besser. Dabei ist aber zu beachten, dass der Knochenschinken und das in ihm enthaltene Salz dabei ihre Wirkung verstärken. Wer also vorkochen möchte, der reduziert eventuell die Menge des Knochenschinkens oder weicht auf eine mildere Schinkensorte aus…

Irish Soda Bread

Irish Soda Bread

Zutaten

  • 4 Tassen Mehl
  • 3/4 Tasse Zucker
  • etwas Salz
  • 1TL Backpulver
  • 1TL Natron
  • 1/3 Tasse natives Kokosnussöl
  • 1-11/2 Tassen getrocknete Softaprikosen
  • 2EL Rum
  • 1/2 Espressolöffel gemahlene Bourbonvanille
  • 11/2 Tassen Buttermilch
  • 3 Eier
  • Kastenbackform; wie wäre es mit dieser von Ikea: http://www.ikea.com/de/de/catalog/products/90133053/
  • etwas Öl zum Einfetten

Zubereitung

Schneidet die Softaprikosen klein. Gebt sie in ein Gefäß und übergießt sie mit dem Rum. Lasst sie eine Weile ziehen (am besten über Nacht).

Heizt den Backofen auf 175ºC Ober-und Unterhitze vor.

Gebt die 4 Tassen Mehl in eine große Schüssel. Fügt den Zucker, das Salz sowie Backpulver, Natron und die Bourbonvanille hinzu. Nun vermengt Ihr mit dem flüssigen Kokosnussöl und der Buttermilch. Schlagt die Eier auf und hebt sie unter. Mixt den Teig bis er schön locker ist. Rührt jetzt die eingelegten, getrockneten Rumaprikosen unter.

Gebt den fertigen Teig in eine mit ÖL gefettete Kastenform.

Schiebt das Irish Soda Bread auf mittlerer Schiene für 45-60 Minuten in den Ofen. Denkt an die Stäbchenprobe (führt ein Holzstäbchen in das Gebäck und zieht es langsam und vorsichtig heraus, um festzustellen, ob der Teig gar ist; d.h. es befinden sich keine flüssigen Teigreste mehr am Holzstäbchen); wenn sie erfolgreich verlaufen ist, öffnet den Backofen und nehmt das fertige Brot heraus.

Lasst das Gebäck etwas auskühlen, entfernt die Kastenform und genießt das noch warme, duftige, knusprig und dennoch saftige Irish Soda Bread mit einer großen Portion homemade almond butter  http://lovelylilleby.com/?p=220 oder Eurem favorisierten Fruchtaufstrich.

Genießt dazu einen Espresso, Cappuccino oder eine Tasse Tee Eurer Wahl. Unter der Kuscheldecke, mit ein paar Kerzen und guter Musik oder einem Buch an einem grauen Tag sollte dieses Irish Soda Bread ein Soulfoodhighlight sein.

Bon appetit…

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