Sommer

Sommerrezepte

Applecrumble~quickneasy

Hier ein qickndirty für 4 Portionen…

  • 100ml neutrales Pflanzenöl
  • 250g Hafermehl
  • 2EL Mandelmus
  • Zucker/Sirup o.ä.nach Geschmack
  • Gemahlene Bourbonvanille oder Zimt
  • 6 geschälte,gewürfelte Äpfel

 

Aus den angegebenen Zutaten einen Crumble herstellen, indem Ihr alles krümelig miteinander verknetet. Die gewürfelten Äpfel in eine feuerfeste Form füllen und mit dem crumble bestreuen.

Den Backofen auf 190’C vorheizen und den crumble ca.20Minuten auf mittlerer Schiene backen.

Noch warm mit Eis,Sahne,Vanillesauce oder pur jederzeit ein Genuss!!!

 

 

Konfetti geht immer…

Stimmt! Konfetti geht immer und zuviel Konfetti gibt es nicht… Jeder Tag hat es verdient ein wenig bunt bestreut zu werden. Gerne darf es alternativ aber auch etwas glitzern oder funkeln…

Einige werden mir jetzt vielleicht eine gewisse Dekadenz unterstellen, einen Hang zum ‚Aus viel mach Mehr‘, aber NEIN, hier geht es um die Dekoration von Kinderdesserts, die auf jeden Fall bunt, grell und süüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüß sein dürfen.

Sie müssen sogar. Fettreduzierte, low-carb-konforme Alternativen zum normalen Dessert mögen gerne in dieser Richtung affine Personengruppen kreiren, verspeisen und ihrem Nachwuchs als ‚total gesunde und leeeeeeeeeeeeeeeeeeckere Alternative zum normalen Nachtisch‘ anpreisen. Ich nicht!

Dessert ist Dessert. Dessert ist süß, manchmal, wenn man zuviel nascht, meldet sich danach der Magen und ja, die Waage zeigt mehr Gewicht an, wenn man viel, gerne und zu oft Desserts vernascht.

Glücklicherweise gibt es da ja den Mittelweg. Ab und an ein Dessert darf sein. Ein Vollfett-Sahne-Butter-was-auch-immer-Mix mit der oben erwähnten Deko. Im Sommer auch mal eine DIY-Eiscrème oder ein Dessert mit Obst. Bietet sich an, der Garten und die Märkte ächzen unter den Früchten der Saison.

Verarbeitet in einem leckeren Dessert zaubern Früchte tolle Farben und ziehen Kinder magisch an. Unterstützend wirkt dann die Deko und schon strahlen die Kinderaugen mit den Dessertkreationen um die Wette…

Passend zum Ferienbeginn stelle ich zwei absolute Dauerbrenner vor: Kirmesäpfel am Stiel mit Schokohülle und buntem Streuseldekor und ein Frozen Joghurt mit Himbeeren in einem Kokoskörbchen…

Kirmesäpfel

Zutaten (ich habe 50 hergestellt)

  • 50 kleine Äpfel
  • 50 Holzstiele
  • 600g weiße Kuvertüre
  • 600g hellbraune Kuvertüre
  • 3-4 Päckchen bunte Zuckerstreusel
  • Platte mit Backpapier
  • 50 Zeloplast-Tüten
  • Schnur

Zubereitung

Wascht die Äpfel. Drückt in jeden Apfel einen Stiel (2/3 des Stiels sollten zum Greifen verbleiben). Erwärmt zuerst die weiße Kuvertüre über einem Wasserbad und zieht jeden Apfel kopfüber mit einer Drehbewegung durch die Kuvertüre. Wenn die weiße Kuvertüre aufgebraucht ist, schmelzt die hellbraune Kuvertüre und verfahrt wie vorhin beschrieben. Lasst jeden Apfel kurz abtropfen und bestreut diesen dann mit den Zuckerstreuseln. Setzt Apfel für Apfel auf ein mit Backpapier belegtes Blech oder eine Platte.

Lasst die Äpfel komplett aushärten, bevor Ihr sie in Zeloplast Tütchen verpackt. Dafür öffnet Ihr die Zeloplast-Tüte, und gebt den Apfel mit der schokolierten Seite zuerst in die Tüte. Verschnürt diese mit einem Faden. Stellt sie kopfüber zum Servieren bereit.

Voilà, fertig ist der Kirmesapfel…

Frozen Joghurt mit Himbeeren im Kokoskörbchen (für 6 Stück)

Zutaten

  • 400g Joghurt (mindestens 7% Fett)
  • der Saft von 250g Himbeeren passiert und mit 2EL Zucker gesüßt
  • 5EL Zucker
  • 4EL Kokosöl
  • 180g Kekse zerbröselt
  • bunte Zuckerdeko (Streusel,Perlen,Smarties,…)

Zubereitung

Aus dem Joghurt und den Himbeeren unter Zugabe des Zuckers eine homogene Masse herstellen. Diese entweder nach Anleitung in einer Eismaschine bis zur gewünschten Konsistenz gefrieren lassen oder im Eisfach in einer flachen Form gefrieren lassen. Dann 3-4 mal pro Stunde die Eismasse verrühren, damit nicht allzu viele Eiskristalle in der Masse zu finden sind. Im Froster belassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

In der Zwischenzeit 180g Kekse zerkleinern. Dafür eignet sich der Blitzhacker, ansonsten aber auch ein großer Gefrierbeutel, den man mit den Keksen füllt und dann mit einem Nudelholz mehrfach abrollt, um die Kekse zu zerkleinern.

Die Kekse werden nun mit dem Kokosöl vermengt, das zuvor verflüssigt worden sein sollte. Kurz erwärmt, ist Kokosöl hocharomatisch und flüssig, so daß es sich problemlos mit den Kekskrümeln verbinden wird.

Die Keks-Kokos-Mischung wirkt eventuell noch sehr bröselig. Nicht abschrecken lassen. Füllt nun den Teig in eine mit Butterbrotpapier, das Ihr am Rand überstehen lasst, ausgelegte Muffinform und formt kleine Tartelettes.

Diese stellt Ihr zum Erkalten in den Kühlschrank (mindestens 2 Stunden).

Wenn Ihr die Kokoskörbchen aus der Muffinform herausgenommen habt, befüllt diese jeweils mit einem Bällchen vom frozen Joghurt oder mixt den frozen Joghurt noch einmal schnell im Vitamix o.ä. an. Dann müßt Ihr allerdings je nach Konsistenz des frozen joghurts möglicherweise die Körbchen per Spritzbeutel befüllen…

MMMMMMMHHHHH, schon beim Schreiben habe ich unbändig Appetit auf ein Kokoskörbchen mit frozen Joghurt verspürt. Ich wandere jetzt in meine Küche und schaue mal nach, ob vielleicht noch etwas da ist…

Euch wünsch ich viel Freude mit den Rezepten und einige schöne Tage…

In diesem Sinne…

Bon appetit…

Balzac und Macarons-une grande connexion…

 

Ich zitiere Honoré de Balzac mit seinen Worten „Paris ist ein veritabler Ozean. Man kann ihn ausloten, so viel man will, und wird doch niemals herausbekommen, wie tief er ist.“

Wie recht er hat. Paris ist wunderbar vielfältig. Neben den unzähligen touristischen Attraktionen, den edlen Boutiquen und der Kunst, in all ihren Facetten, punktet die Hauptstadt Frankreichs mit exzellenter Küche.

Herausragende Köchinnen und Köche, feine Restaurants, Sternetempel, aber auch einige letzte „echte“ Bistros, mit bodenständiger Küche, ohne chi chi und Luxusambitionen, dafür mit viel Engagement den zuzubereitenden Lebensmitteln zugewandt.

Dafür benötigt es handwerkliches Können und Liebe zum Kochen…

Mir fällt dazu der Begriff der „kreativen Empathie“ ein. Aus Interesse und der Auseinandersetzung mit Lebensmitteln, und dem tieferen Eindringen in die Struktur von Geschmack und Präsentation, etwas ursächlich Simplen zu einer höheren Form zu verhelfen.

Betrachten wir einen Klassiker der französischen Küche: Die tarte tatin…

Sie kann eine gewollt französische Abwandlung eines Apfelkuchens auf Blätterteigboden sein. Ja, man findet sie aufgetaut, lieblos auf einem Pappteller serviert, leicht matschig und elend im Anblick, und nach zwei Bissen legt man die Gabel beiseite und schwört der tarte tatin ab. Oder, man darf eine andersartige Erfahrung machen: Dann offenbart sich einem die tarte tatin. Denn dann umschmeicheln saftige, reife, leicht säuerliche Äpfel im Zusammenspiel mit feinster, zart süßer Aprikosenkonfitüre den Gaumen um in Gänze mit buttrigem, perfektem Boden zu punkten.

Und das ist es, was ich meine, wenn ich von kreativer Empathie spreche…

Nehmen wir drei der Grundzutaten der tarte tatin: Äpfel, Butter und Aprikosenkonfitüre. Keine Zutat für sich scheint auf den ersten Blick ein Lebensmittelhighlight darzustellen; und doch, betrachtet man jedes für sich, gibt es unzählige Feinheiten, die das gewählte Lebensmittel mitbringt. Unzählige Apfelsorten bieten der Küche Varianz, von süß über feinherb bis säuerlich. Butter, gesalzen, ungesalzen oder aus Süßrahm gewonnen, ein unterschätztes Talent beim Transport von Geschmack. Und schlußendlich die Aprikosen: Konventionell oder biologisch angebaut, reif vom Strauch zu Konfitüre verarbeitet, oder als minderwertige Ware im Bauch eines Schiffes um die halbe Welt gereist um dann industriell mit viel Zucker und Zitronensäure zu einem Produkt nach ‚Art einer Konfitüre‘ verarbeitet zu werden.

All diese Faktoren sind bestimmend, wenn aus einigen simplen Zutaten etwas Besonderes erwachsen soll! Und an dieser Stelle bedarf es nun dem Einsatz der kreativen Empathie. Viele Köche und Köchinnen sind gesegnet mit ihrem Handwerk: Sie zaubern feinste Julienne und formen fantastische Kreationen für das Auge.

Das ist nicht alles. Es braucht mehr. Es braucht das Vermögen auch auf höchstem Niveau nach mehr zu streben, das Unentdeckte zu erkunden und greifbar zu machen. Die Zutat in ihrer Einfachheit zu feiern, sie den Star sein zu lassen, sie untermalend durch Rafinesse in den Mittelpunkt zu stellen, ohne sie zu sehr umzuformen.

Es ist das Grundprodukt, das den Koch anregen soll. Geschmacklich phantasievolle, durchdachte, dem Produkt entsprechende Rezepte zu kreiren, die überzeugen. Der Gast soll auf seiner Zunge und an seinem Gaumen das Vermögen des Kochs wahrnehmen,das beruhend auf Kreativität und Können, eine großartige, genußvolle Verschmelzung simpler Zutaten in gaumenbetörende Kreationen umfasst, um restlos und vollends zu imponieren, ohne als Triumphator zu agieren.

‚Une grande connexion‘, eine Transformation vom Tagesangebot auf dem Marktplatz zum edlen Dessert, ob auf dem Bistrotisch oder im Sternetempel.

Mich fasziniert diese Gabe, den Lebensmitteln eine neue Form zu schenken. Die maximale Auslotung des zu transportierenden Geschmacksmoments, die absolute Hingabe an ein Produkt und die Finesse ihm durch neue Kontur und Struktur zu höherer Form zu verhelfen.

Nicht nur einmal, sondern immer wieder. Das geschaffene, geschmacklich gefeierte  Ergebnis dient, empathisch hinterfragt, als Maßstab für zukünftige Kreationen. Als Ansporn. Als Anreiz. Auf der Suche nach einer Perle im veritablen Ozean der Kochkunst (vgl. Balzac oben).

Ich habe eine Perle ausmachen können. Eine Perle der Pariser Patisserie: Macarons. So fein, so zart, von schmelzender Textur, bei verwöhnender Süße und optischer Eleganz. Feinste,blanchierte Mandelmasse, abgebacken zu zarten Makronenhälften, die komplettiert  durch feinste Crèmes , eine Kunst für sich darstellen.

Da werden Rezepturen virtuoser Art dargeboten: Klassiker wie Macarons mit Schokoladenganache oder Füllungen mit Karamell, aromatisiert von fleur de sel, stehen Macarons mit Blutwurstfüllung oder Rosenkohlvariationen gegenüber. Kein Widerspruch! Denn der kreativ empathische Koch macht nicht an jener Stelle des Geschmacks halt, an der der Verstand seinen momentan nachvollziehbaren Haltepunkt im geschmacklichen Kosmos gesetzt hat, sondern er formt neues. Geschmacklich nachvollziehbare, gefeierte Kompositionen und Verbindungen ebenso wie Kreationen, die auf den ersten Blick ungewohnt, auf der Zunge aber gefeierter Höhepunkt eines Menus sein können. Er geht diesen einen Schritt weiter, er verlässt das Konstrukt der Gewohnheit und gibt sich der Erfahrung hin.

Mancher Gast betitelt diese Köche als mutig. Ist es das? Ist es Mut, der zu neuen Kreationen führt? Vielleicht ist es vielmehr Neugier und Offenheit dem Unbekannten gegenüber. Und die Toleranz dem eigenen Ego gegenüber, eingestehen zu können, wenn dieser oder jener Versuch vollends das erwartete Ergebnis zunichte macht. Eine Niederlage einzugestehen und aus der aus ihr gewonnenen Einsicht zukünftig noch detaillierter und ergebnisorientierter Neues zu schaffen. Nicht aufzugeben, das Ziel im Auge zu behalten und dann das gewünschte Ergebnis zu feiern, wenn es sich auf dem Teller, aber vorrangig am Gaumen, zeigt…

Dann werden es Köche schaffen, dauerhaft und überzeugend KochKunst zu transportieren. Oder PatisserieKunst… Wie die hübschen Macarons…

Einen Tip für Euch, um in Paris formvollendete, geschmacklich überzeugende Macarons zu genießen, habe ich: Schaut doch mal bei Ladurée vorbei. Schon beim Blick in die zuckersüßen Auslagen geht einem das Herz auf https://fabricantdedouceurs.laduree.com/en_fr/ . Diese Farben, die kunstvollen Arrangements . Unverkennbar, hier findet man empathisch kreative Zuckerbäcker, die zum Ziel haben mit Können und Inspiration, der Tradition verbunden, Pariser Pattisèrie zu einem Höhepunkt zu verhelfen. Genießt diese Macarons und laßt Euch vom Gechmack überzeugen. Sie sind definitiv eine Perle und jeden Cent wert…

Lasst Euch inspirieren…

Meine Inspiration, neben den fantastischen Macarons von Ladurée ist der Garten, die Natur. Nachdem ich im letzten Monat Flieder verarbeitet habe, widme ich mich nun dem Lavendel. Diese, eher im ländlichen Frankreich gedeihende Pflanze, werde ich zu einem feinen Macaron verarbeiten und mit einer fruchtigen Aprikosencrème füllen. Eine Hommage an Frankreich, insbesondere an Paris… Die Idee ergab sich aus der Verbindung von Gartenfülle und Marktangebot: Im Garten öffnet der Lavendel seine Blüten und auf dem Markt strahlen französische Aprikosen mit der Sonne um die Wette. Ein Match für die süßen Macarons, die vor meinem inneren Auge schwebten! Daraus zaubere ich zarte, lavendelblaue Lavendelmakrönchen gefüllt mit einer apricot-Füllung. Ihr auch?

Hier geht’s zum Rezept…

Zutaten für die Macarons

  • 125g Mandeln (blanchiert)
  • 200g Puderzucker
  • die Blüten von vier Stielen Lavendel
  • 3 Eiweiß
  • 25g Zucker
  • etwas Lebensmittelfarbe in violett bzw. Fruchtpuder von Blaubeeren zum Färben

Zutaten für die Aprikosen-Orangencrème-Füllung

  • 300g gewaschene,entkernte Aprikosen
  • 1EL Zucker
  • Saft und Abrieb einer Orange
  • 150g Zucker
  • 100g Butter
  • 3 Eier

Zubereitung

Die Mandeln und den Puderzucker gemeinsam mit den Blüten des Blitzhackers zu feinem Puder verarbeiten.

Aus den drei Eiweiß Eischnee schlagen, in den Ihr den Zucker einrieseln lasst.

Die Pudermasse und den Eischnee vorsichtig portionsweise vermengen, ohne zu stark zu rühren.

Nun einige Anteile Fruchtpuder bzw. Lebensmittelfarbe hinzufügen, bis die gewünschte violette Farbe erreicht ist. Aus meiner Erfahrung reichen kleinste Mengen um ein akzeptables Ergebnis zu erzielen.

Tragt Tupfen des Teigs im Abstand von 2-3cm auf ein Bakpapier auf. Lasst den Teig auf dem Backpapier ca. 30 Minuten antrocken. So bekommt er weniger, oder, im besten Fall, gar keine Risse an der Oberfläche!

Gebt ihn dann für 15 Minuten auf mittlerer Schiene in den vorgeheizten Backofen bei 150ºC (O+U). Verfahrt mit dem restlichen Teig genauso, und lasst dann die Macarons auskühlen.

Für die Füllung wiegt Ihr 300g Fruchtfleisch vollreifer Aprikosen mit Schale ab. Gebt dieses mit einem Eßlöffel Zucker sowie dem Saft einer Orange kurz in eine Pfanne und lasst alles einmal aufkochen. Dieser Prozess sorgt dafür, daß die Aromen besser zum Tragen kommen und die Säure der Orange den Geschmack der Aprikosen unterstützend zu transportieren vermag.

Gebt die Aprikosen nun durch ein feines Haarsieb, das in der Lage ist auch feinste Reste von Kernen der Orange o.ä. herauszufiltern. Fangt die Fruchtmasse in einem kleinen Topf auf.

Stellt den Topf mit der Fruchtmasse in einen größeren Topf mit Wasser. Erhitzt das Wasserbad knapp unter den Siedepunkt und gebt in den Topf mit der Fruchtmasse nun Butter und Zucker dazu.

Wenn die Masse keine Butterstückchen noch Zuckerkristalle mehr aufweist, gebt Ihr die Eier dazu. Diese müssen vorher einmal miteinander verquirlt werden, damit es nicht zu unschönen Ausflockungen kommt. Fügt nun auch den Abrieb der Orangenschale hinzu.

Jetzt heißt es geduldig sein und mit dem Schneebesen für ca. 8-10 Minuten gleichmäßig rühren.

An einem bestimmten Punkt dickt die Masse ein und bekommt einen Glanz. Nun könnt Ihr die Masse in ein steriles Gefäß abfüllen und auskühlen lassen.

Zum Befüllen der Macarons jeweils zwei größenähnliche Macarons wählen und diese mit der Fruchtcrème bestreichen. Vorsichtig aufeinanderlegen und eventuell kaltstellen.

Hübsch ausdekoriert, oder nett verpackt ein süßes Highlight, das durch seine farbliche Kombination zu überzeugen weiß.

Hiermit habe ich nun auch meinen süßen Schatz in den veritablen Ozean der zahlreichen herausragenden Restaurants, Bistros oder Patisserien der Pariser Landkarte der lukullischen Herausforderungen versenkt, und so dazu beigetragen, dass in den Tiefen/der Weite der unzählbaren Möglichkeiten die Wahl nun noch ein wenig schwerer fallen mag…

Von so vielfältigem Zauber und Schönheit- eine elegante Ikone,das ist Paris, die durch Stil, Authentizität und Geschichte ein Füllhorn kulinarischer Spektren bereithält, die sicher, ähnlich wie Balzac es formulierte, eine gewisse Unübersichtlichkeit einzelner Strömungen in sich trägt, dennoch mit emphatischer Kreativität und sehr viel Liebe zum Produkt und seinem Konsument an zahlreichen Öfen der französischen Hauptstadt zu finden ist.

Probiert es aus! Lasst Euren Gaumen jubilieren wenn Ihr in den Genuß echter, authentischer französischer Küche kommt. Und nicht vergessen, auf jeden Fall ein paar, oder ein ganzes Dutzend Macarons zu vernaschen!!! Oder selbst zuzubereiten und vom nächsten Wochenende in Paris träumen…

Wofür auch immer Ihr Euch entscheidet-genießt es!!!

Bon apetit…

Eure Lilleby

Vom Mai, seinen Bräuchen und erster Ernte im Garten…

 

Feinste Lemoncurd-Tarteletts zur Teatime

wild garlic bannocks           Bärlauch Fladenbrötchen

 

Heute ist es wieder soweit: Ein neuer Blogpost am Doppeldonnerstag… Alle 14 Tage ein neuer Artikel und doppeltes Rezepteglück. Denn, wie versprochen gibt es ab jetzt immer 2!! neue Kreationen aus meiner Küche frisch auf den Blog.

Apropos frisch: Da zwängt sich einem doch der Wonnemonat Mai mit den zahlreichen Möglichkeiten von Feld und Beet geradezu auf, etwas frisches, leichtes in der Küche zu zaubern. Bestimmt habt Ihr schon ein, oder zwei Gläschen Maibowle genossen. Habt einen Maibaum geschlagen oder bekommen, oder habt tanzend den Mai begrüßt… Vielleicht seid Ihr ja auch frisch verliebt, und tragt diese einzigartige, rosarote Brille, durch die der Mai noch wonniger, fröhlicher und zauberhafter erscheint?…

Wie auch immer, dieses Jahr zeigt sich der Wonnemomat von seiner Schokoladenseite: Brilliantes Wetter, warme Temperaturen und eine Blütenfülle im Garten, die von Rhododendron- über Flieder-, bis hin zu Waldmeister- und Obstblüten reicht. Oh, wie herrlich!!!

Da darf einem das Herz aufgehen und der Blick beseelt träumend durch die Landschaften wandern…

Blüten im Mai 2016

Und was passt an so einem tollen, sonnigen, warmen Mainachmittag besser als ein feiner Tee und einige Lemon-Curd-Tarteletts. Ich liebe es sehr im Garten zu sitzen, einige ruhige Minuten zu schaffen und eine teatime zu halten. Vielleicht kennt Ihr die großartigen Tees von Løv … http://de.lov-organic.com/?gclid=CN3fituX0swCFTMo0wodIx4I9g&ectrans=1 . Diese Mischungen sind wunderbar, und wenn man zu den Tarteletts unterstreichend eine Earl Grey Variante wählt, untermalt diese auf ganz subtile Art den feinen Geschmack der Tarteletts. Ich bereite den Tee im Sommer auch gern schon am Vormittag zu, so dass ich am Nachmittag den Tee gekühlt, mit einigen Minzblättchen und einem Spritzer Hollundersirup gestreckt, über Eiswürfel gegossen, serviere. Probiert diese Art des Teegenusses doch auch mal mit Euren Lieblingssorten aus.

So, und hier kommt das köstliche Rezept meiner Lemon-Curd-Tarteletts, das meinen so innig geliebten Scones den Rang streitbar macht: Diese einzigartigen Tarteletts sind so frisch und leicht wie der Mai. Ihre Farbe und der köstliche Boden machen sie einfach unwiderstehlich. Gar nicht schwer, und trotzdem ein absoluter eyecatcher. Los geht’s…

Lemoncurd-Tarteletts

Lemon-Curd-Tarteletts

Zutaten

  • Saft von 4 Bio-Zitronen
  • Schalenabrieb von 2 der Bio-Zitronen
  • 200g Zucker
  • 100g Butter
  • 3 Eier
  • 110g Butter (gesalzen)
  • 40g Puderzucker
  • 180g Mehl
  • 1Ei
  • 2EL Milch

Zubereitung

Die Schale von zwei Zitronen reiben. Den Saft von vier Zitronen auspressen und zur Seite stellen. Nun eine Schale über dem Wasserbad erhitzen und den Zitronensaft, die abgeriebene Zitronenschale, den Zucker und die Butter verrühren. Wenn der Zucker sich aufgelöst hat, die Eier mit dem Mixer verquirlen und zur Zitronenmischung hinzufügen. Diese Mischung solange über dem Wasserbad mit einem Schneebesen schlagen, bis sich eine cremige Masse bildet. ACHTUNG: Unter Umständen kann dieser Prozess bis zu einer halben Stunde dauern.

Die Lemoncurd in ein sauberes, steriles Glas abfüllen und abkühlen lassen.

Für den Teig aus den oben genannten Zutaten einen Teig herstellen. Für etwa eine Stunde kalt stellen. Danach eine 24-er Muffinform fetten und den Teig portionsweise in die Mulden drücken und einen Rand hochziehen.

Den Backofen auf 200ºC vorheizen.

Nun die Lemoncurd teelöffelweise auf die Tarteletts geben und circa 15 Minuten in den Backofen geben. Nach der Backzeit auskühlen lassen und mit Puderzucker und frischen Heidelbeeren oder Himbeeren dekorieren. Restliche Lemoncurd kaltstellen und innerhalb von 14 Tagen aufbrauchen.

Und da der Sonnentag ja nicht mit einem Tee endet, sondern mit einem schönen Dinner oder einem Picknick, habe ich noch eine Köstlichkeit aus dem schönen Irland für Euch: wild garlic bannocks. Sagt Euch nichts, oder? Keine Sorge. Es handelt sich um einen herzhaften, scones-ähnlichen Teig in den Bärlauch verbacken wird. Diese kleinen, handlichen Fladenbrötchen serviere ich gerne begleitend zum Grillen und häufig mit hausgemachter Kräuterbutter. Dafür streife ich dann durch meinen Garten und ernte Kräuter. Im Mai bietet der Garten mir genug Zutaten für die Butter. Bei uns gab es die bannocks zum Vatertagsgrillen (Mega-Klischee, aber auch bei uns liebgewonnene Tradition), bestrichen mit dieser Variante Kräuterbutter:

  • 250g weiche, gesalzene Butter
  • 1Handbund gemischte Kräuter; bestehend aus Salbei, Oregano, Bohnenkraut, Basilikum, Bärlauch und Schnittlauch (nach Jahreszeit variabel; was im Garten oder auf dem Wochenmarkt verfügbar ist)
  • 2 Knoblauchzehen nach Geschmack

Die Zubereitung ist simpel: Man säubert die Kräuter und hackt sie möglichst klein. Vermengt diese mit dem feingeschnittenen Knoblauch und der weichen Butter und füllt alles in ein Schraubglas mit Deckel. Stellt die Butter kühl. Falls Ihr zum Picknick aufbrechen möchtet, lässt sich die Kräuterbutter im Glas hervorragend transportieren.

Nun zu den wild garlic bannocks. Sie schmecken lauwarm vom Grill oder aus dem Backofen hervorragend. Sie sind ein traditionelles Gebäck zu Beltane, einem ursprünglich irischen Brauch, der in der Nacht zum und am 1. Mai gefeiert wird. Analog also zu dem uns bekannten Tanz in den Mai, aber mit differenter Bedeutung: Beltane symbolisiert den Sommeranfang in Irland und ‚Beltaine‘ bedeutet im heutigen Irisch Mai.

Es geht den Iren doch so wie uns: Nach dem langen Winter und den eher zaghaften Anläufen von Frühling, starten nun alle direkt in Richtung Sommer und Freizeit außerhalb der vier Wände. Im Garten, auf dem Balkon, im Park oder auf der Decke an Ihrem Lieblingsort…

Die Laune steigt, die Menschen sind fröhlich und oft hört man von Weitem irgendwo einen Fetzen Musik, oder der Straßenmusiker schenkt uns eine Melodie, die uns den Tag über im Kopf begleitet. Wir tanzen, die Hormone tanzen ♥ und der Wein schmeckt an den ersten langen Abenden im Kerzenschein open air besser als im Rest des Jahres, oder?

Ihr merkt schon, ich bin dem Frühling verfallen, genauso, wie den wild garlic bannocks. Und damit Ihr schon rechtzeitig zum Sommeranfang (wir haben ja anders als die Iren noch ein wenig Zeit den schönen Frühling zu zelebrieren)  die bannocks am Start habt, folgt hier das Rezept…

wild garlic bannocks Bärlauch Fladenbrötchen

wild garlic bannocks (Bärlauch-Fladenbrötchen)

Zutaten

  • 550g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1TL Natron
  • 1TL Zucker
  • ein Handbund Bärlauch
  • 1 Ei
  • ca. 300ml Buttermilch

Heizt den Backofen auf 230ºC vor.

Knetet aus den angegeben Zutaten einen Teig. Gießt dabei die Buttermilch nur langsam zu, so dass Ihr den Zeitpunkt des perfekten Teigs nicht verpasst. Je nach Art Mehl und Backpulver varriiert hier die Menge Flüssigkeit, die man benötigt, um einen geschmeidigen, gut ausrollbaren Teig herzustellen.

Schneidet den Bärlauch klein und knetet ihn unter den Teig. Rollt den Teig fingerdick auf bemehlter Arbeitsfläche aus und stecht mit einem Wasserglas oder einem Anrichtering runde Teiglinge aus, die Ihr auf ein Backblech legt und circa 10 Minuten im Ofen ausbackt.

Serviert die bannocks zu Grillfleisch, Salaten, pur mit der oben erwähnten Kräuterbutter oder überrascht Eure Freunde mit dem Rezept als Mitbringsel zur Party oder belegt die bannocks für den Lunch. Auch to go ein Genuß…

Ich wünsche Euch den tollsten Mai überhaupt…

Sonnige Grüße

Lilleby

Waffeln mit karamellgebrannten Äpfeln in Holunderhonigsud aromatisiert mit Zimtblüten und Vanillesahne

Waffel mit karamellgebrannten Äpfeln im Holunderhonigsud, Zimtblüten und Vanillesahne

Zutaten

  • 8 kleine Äpfel
  • 1 Glas Holunderhonig ( ich mache meinen zur Holunderblüte selbst; vielleicht kann man aber auch welchen kaufen… Es handelt sich hierbei nicht um Bienenhonig! Holunder- oder Hollerhonig ist ein Produkt, das zur Zeit unserer Großeltern hausgemacht wurde)… Rezept folgt!
  • Zucker für das Karamell
  • etwas Apfelsaft ( besonders gut sind die sortenreinen Varianten von Voelkel)
  • Zimtblüten ( und bitte wirklich Zimtblüten; das Aroma ist erstaunlich different zu gewöhnlichem Zimt und es soll um diese Jahreszeit ja nicht nach Weihnachten schmecken)
  • 1 Päckchen Sahne
  • etwas Vanillezucker
  • 150 ml neutrales Pflanzenöl
  • 130g Zucker
  • 4 Eier
  • 350g Mehl
  • 1EL Rum
  • 1Pck. Bourbonvanillezucker
  • 1Pck. Weinsteinbackpulver
  • Wasser

Zubereitung

Wascht und entkernt die Äpfel. Schneidet sie mit Schale in Spalten. Verflüssigt den Zucker in einer Pfanne und lasst ihn karamellisieren. Löscht mit etwas Apfelsaft und fügt die Apfelspalten hinzu. Lasst alles kurz köcheln. Nicht zu lange, die Apfelspalten sollten eine mürbe, aber dennoch leicht bissfeste Textur besitzen.

Schichtet die Apfelspalten in ein Weckglas mittlerer Größe und begießt alles mit dem Inhalt eines Glases Holunderhonig. Fügt nun einige Zimtblüten ganz, oder im Mörser leicht angestoßen zu den Karamelläpfeln hinzu. Lasst die Äpfel verschlossen etwas ziehen.

Bereitet nun aus den oben genannten Zutaten den Teig für Eure Waffeln. Fügt zum Teig soviel Wasser hinzu, dass ein eher weicher, leicht fließender Teig entsteht. Stellt den Teig in den Kühlschrank und gebt ihm 2-3 Stunden Ruhe.

Schlagt nun die Sahne mit etwas Vanillezucker halbsteif oder steif.

Heizt das Waffeleisen auf. Portioniert den Teig. Überprüft die Konsistenz noch einmal und backt ca. 12 Waffeln ab.

Serviert die warmen Waffeln mit den Karamelläpfeln, dem Holunderhonig-Zimtblüten-Sud sowie der Vanillesahne…

Bon appetit…

Scones-Buchteln mit 3erlei vom Rhabarber (Rhabarber-Waldmeister Gelee; Rhabarber-Bottermelk-Semifreddo; Rhabarber-Kompott)

Scones-Buchteln mit 3erlei vom Rhabarber

Zutaten

  • 1kg geputzter (ab Mitte/ Ende April auch geschälter) Rhabarber in Stückchen geschnitten
  • 200g Zucker
  • 500ml Wasser
  • 4EL&2TL Zucker
  • 200g Gelierzucker 2:1
  • 1 Handbund Waldmeister
  • 1 Tüte Buttermilch; davon 1Tasse für die Scones-Buchteln
  • etwas Zitrone nach Geschmack
  • 3 Tassen Mehl und etwas zum Verkneten der Scones-Buchteln
  • 2 1/2 TL Backpulver
  • 1/2 Tasse gesalzene Butter
  • 1 Ei

Zubereitung

WICHTIG: Beginnt mit der Vorbereitung des Waldmeisters. Pflückt oder kauft diesen. Achtet darauf, dass der Waldmeister noch nicht blüht! Legt den Waldmeister an einem sonnigen Tag zum Welken tagsüber in die Wärme und in der darauffolgenden Nacht in die Kälte nach draußen. Alternativ trocknet Ihr ihn in der Wohnung an und gebt den Waldmeister über Nacht in den Froster. Die Temperaturunterschiede intensivieren den Geschmack des Waldmeisters.

Gebt nun die Stückchen des Rhabarbers in einen Topf, vermengt mit 200g Zucker und kocht das Ganze mit 500ml Wasser auf. Lasst die Masse 10 Minuten köcheln. Füllt die Rhabarbermasse in ein Sieb.

Legt nun das Bund Waldmeister in einen Topf, stellt das Sieb mit dem Rhabarber obenauf und lasst den Sud der Rhabarbermasse in den Topf tropfen. Nach 4 Stunden entfernt Ihr den Waldmeister und kocht den Sud (ca. 400ml) mit dem Gelierzucker auf. Lasst kurz alles aufkochen, führt eine Gelierprobe durch und füllt das Rhabarber-Waldmeister-Gelee in ein steriles Gefäß.

Kümmert Euch nun um das Semifreddo von der Buttermilch und Rhabarber. Dafür füllt Ihr eine Tasse Buttermilch ab und gebt den Rest der Buttermilch in einen Gefrierbeutel und ab in den Froster. Den Inhalt der Tasse benötigt Ihr im weiteren Verlauf für die Scones-Buchteln. 4-5 EL der Rhabarbermasse stellt Ihr nun zur Seite und vermischt sie nach Geschmack mit 2EL Zucker. Gebt auch diese Masse in den Froster.

Die restliche Rhabarbermasse füllt Ihr in ein gegeignetes Gefäß, schmeckt nach Belieben mit Zucker, Zitrone und Vanille ab und stellt das Kompott in den Kühlschrank.

Stellt nun den Teig für die Scones-Buchteln her: Vermengt 3 Tassen Mehl, 2TL Zucker, das Backpulver sowie die Butter zu einem Teig. Verquirlt Buttermilch und Ei und fügt auch diese dazu.

Formt nun aus diesem Teig zwölf kleine Bällchen( sollte der Teig zu flüssig sein gebt noch etwas Mehl hinzu, bis sich Bällchen formen lassen-die Konsistenz hängt stark von der Größe der Tasse ab), die Ihr in eine gefettete, ovale Auflaufform dicht an dicht plaziert und mit etwas flüssiger Butter bestreicht.

Heizt nun den Backofen auf 200ºC vor.

Gebt die Scones-Buchteln für ca.15 Minuten auf mittlerem Einschub in den Ofen.

Lassst die Buchteln lauwarm auskühlen. Nehmt nun die Buttermilch sowie die Rhabarbermasse aus dem Froster. Füllt beides in den Standmixer und vermengt es zu einem köstlichen Bottermelk-Semifreddo. Schmeckt noch einmal ab, Zuckermenge und Säure sollten harmonieren.

Holt das Kompott aus dem Kühlschrank und stellt das Rhabarber-Waldmeister-Gelee bereit. Serviert die Scones-Buchteln lauwarm, stellt jedem Gast eine Auswahl des Rhabarber-Dreierleis zur Seite und genießt das Gebäck bestrichen mit dem Semifreddo, dem Kompott und dem Gelee…

Mmmmmmmmmh, fantastischer Geschmack

 

Doppel-Donnerstag… 2 Rezepte alle 2 Wochen…

So, hier ist es: Mein neues Motto!

Ihr findet ab jetzt, im 14-tägigen Rhytmus, 2 Rezepte am Donnerstag auf diesem Blog. Dazu habe ich mich entschieden um eine gewisse Konstanz in die Veröffentlichung meiner Rezepte zu bringen und um besser planen zu können.

Einige Rezepte brauchen etwas Vorlauf: Sei es die Besorgung der Zutaten oder die Zubereitung dergleichen. Ich hoffe, mit der Veröffentlichung am Donnerstag und dem Freitag zur Planung und für den Einkauf, auch Eure Zeitschiene zu treffen, um am Wochenende feine, selbsgemachte Glücksküchenergebnisse auf Euren Tellern und Tafeln präsentieren zu können.

Also, auf geht’s… Hier entlang zu den ersten Doppel-Donnerstag-Rezepten…

Heute bekommt Ihr, jahreszeitentypisch, ein Rezept mit Rhabarber und, eher untypisch, eins mit Äpfeln. Da in diesem Frühjahr ab und an ja das Gefühl von Frühsommer herrschte, wagte ich mich an Rhabarber und da prompt 2 Tage später wieder der Novemberblues seinen Reigen spielte, gab es Waffeln mit Karamelläpfeln und gaaaaaaaaaaaaaaaanz viel Sahne und Zimtblüten.

Man könnte diese Rezepte „spring meets autumn“ taufen…

Ihr seht, Ihr habt die Wahl: Je nach Wetter, Laune, Kühlschrankstand oder Marktangebot!

 

Süsskartoffel-Muffins

Süsskartoffel-Muffins

Zutaten

  • 600g Süsskartoffel
  • 2 rote Zwiebeln
  • 5 Eier
  • Chilliflocken nach Geschmack
  • 2EL saure Sahne
  • 250g Mehl
  • 2TL Backpulver
  • 50g geriebener Käse
  • Salz und Pfeffer
  • nach Geschmack: getrocknete Tomaten, Lauch, Speck, Hackfleisch, Feta, Oliven,…

Zubereitung

Raspelt die gewaschenen Süsskartoffeln. Wenn ihr, so wie ich Bioware gekauft habt, könnt Ihr die Schale mitessen. Bei konventioneller Ware würde ich schälen!!! Schneidet die Zwiebeln in kleine Würfel. Gebt die Süsskartoffelraspel sowie die Zwiebeln in eine große Schüssel, vermengt mit der sauren Sahne und 3/4 des geriebenen Käses. Wer möchte, gibt nun die vorgeschlagenen Extras hinzu. Fügt die Eier,das Mehl und Backpulver hinzu.

Lasst die Teigmasse im Kühlschrank ca. eine halbe Stunde ruhen.

Schneidet aus 2 Backpapierabschnitten 12 Blättchen zu, mit denen Ihr die Mulden einer Muffinform auskleidet.

Heizt den Backofen auf 180ºC vor.

Befüllt die Muffinförmchen gleichmäßig mit der Teigmasse. Dekoriert mit dem restlichen Käse aus.

Backt die Süsskartoffel-Muffins ca. 45-50 Minuten auf mittlerer Schiene.

Lasst die Muffins kurz oder ganz auskühlen. Durch die Backpapierhülle sind die Muffins auch toll zum Mitnehmen, für die Lunchbox oder zum Picknick.

In diesem Sinne…

Bon appetit…

Orangeblossom cheesecake

orangeblossom cheesecake
Orangeblossom cheesecake

Für den Boden

  • 85g geschmolzene Butter
  • 140g Kekse (zerbröselt) – bewährt haben sich Tierlies von Bioland, da sie ein leichtes Orangenaroma mitbringen
  • 1TL Orangenblütenlikör

Für die Füllung

  • 900g Ricotta
  • 250g Zucker
  • 3TL Mehl
  • 11/2 TL Vanilleextrakt ( ich benutze little pod)
  • 11/2 TL Orangenblütenlikör
  • 3 Eier
  • 1 Eigelb
  • 200g Sauerrahm

Für das Topping

  • 200g Sauerrahm
  • 1TL Zucker
  • 2TL Orangenblütenlikör
  • 1Päckchen geriebene,gezuckerte Orangenschale

Zubereitung

Für den Boden heizt Ihr den Backofen auf 160ºC vor. Kleidet eine Springform von 26cm Ø mit Backpapier aus. Zerbröselt die Kekse. Schmelzt die Butter und vermengt die Masse mit dem Orangenblütenlikör. Verstreicht die Teigmasse auf dem Springformboden und backt den Boden 10 Minuten. Nehmt die Form aus dem Ofen und lasst den Boden in der Form komplett auskühlen.

Schlagt nun die Eier in eine Schüssel und gebt den Ricotta sowie den Zucker hinzu. Verrührt mit einem Handmixer oder der Küchenmaschine. Fügt nach und nach das Vanilleextrakt, den Orangenblütenlikör sowie den Sauerrahm hinzu. Hebt abschließend das Mehl unter. Heizt den Backofen auf 200ºC vor. Gebt die Masse auf den ausgekühlten Boden und backt den Kuchen für 10 Minuten bei dieser Temperatur. Senkt nun die Backtemperatur des Ofens auf 110ºC ab und lasst den Kuchen weitere 25 Minuten backen. Schaltet dann den Ofen aus und belasst den Kuchen 2 weitere Stunden im Ofen.

TIP: Bei leicht geöffneter Backofentür erwartet Euch 2 Stunden später ein sehr cremiger, leicht zerfließender cheesecake. Bei geschlossener Backofentür ein lockerer, immer noch saftiger cheesecake, der aber seine Form behält. Eure Entscheidung…

Nachdem Ihr den Kuchen vollständig auskühlen lassen habt, rührt Ihr das Topping an. Dafür verrührt Ihr den Sauerrahm mit den übrigen Zutaten und bestreicht den Kuchen damit. Gebt den fertigen orangeblossom cheesecake für mindestens 8 Stunden, besser über Nacht in den Kühlschrank, so dass er komplett durchkühlt ist.

Serviert diesen Kuchen kühl, aber nicht direkt kühlschrankkalt, damit das volle Aroma seine Intensität entfalten kann.

Bon appetit…

Gemüsequiche

Gemüsequiche

Für den Teig

  • 80g Kicherebsenmehl
  • 170g Vollkornmehl
  • 150g kalte, gesalzene Butter
  • 1 Ei

Für den Belag

  • 2 Handvoll Erbsen TK
  • 2-3 Urmöhren
  • 2 kleine oder 1 große Pastinake
  • 1 rote Zwiebel
  • 3 Eier
  • 100ml Milch
  • Gewürzmischung aus Pfeffer, Schwarzkümmel, Koriander, Kurkuma, Knoblauch, Petersilie, Majoran, Thymian und Lorbeer
  • etwas Öl zum Anbraten des Gemüses
  • Salz

Für einen begleitenden Dip (optional)

  • saure Sahne, Schmand oder Quark
  • etwas Salz und Pfeffer
  • etwas Kürbiskernöl
  • etwas Senf
  • Gewürzmischung aus getrocknetem Schnittlauch, getrockneter Petersilie, Knoblauch, Zwiebel, etwas Chili und Meersalz

Zubereitung

Aus den oben genannten Zutaten knetet Ihr einen Teig, der für eine Stunde zum Kühlen in den Kühlschrank gelegt wird.

Putzt nun das Gemüse und schneidet Möhren und Pastinaken in etwa gleichgroße Stückchen. Gebt das geschnittene Gemüse und die gewürfelte rote Zwiebel in eine Pfanne und bratet das Gemüse in etwas Öl kurz an. Würzt mit Salz und Pfeffer und bestreut das Gemüse mit der Gewürzmischung. Fügt anschließend die Erbsen dazu und lasst das Ganze zwischen 5 und 7 Minuten leicht braten. Das Gemüse sollte nun noch Biss haben, aber weder zu starke Röstaromen noch zu weich sein. Probiert einfach zwischendurch! Stellt die Pfanne mit dem Gemüse zur Seite.

Nach einer Stunde nehmt Ihr den Teig für die Quiche aus dem Kühlschrank und gebt diesen in eine gefettete Tarteform. Ich bevorzuge Tarteformen mit herausnehmbaren Böden, da diese das Servieren enorm erleichtern. Zieht den Rand leicht hoch, so daß der Eier-Milch-Guß nicht oberhalb des Teigrands aus der Form fließt.

Belegt nun den Quicheboden mit der Gemüsemischung und rührt aus den Eiern und der Milch, sowie Salz und Pfeffer den Guß an. Gießt diesen über die Quiche und backt die Quiche bei 160 Grad Celsius ca. 30 bis 40 Minuten. Lasst die Quiche danach leicht auskühlen, serviert sie lauwarm.

Wer möchte rührt noch schnell einen Dip an: Dafür benötigt Ihr ca. 200g Schmand o.ä., das Ihr mit etwas Kürbiskernöl glattrührt. Gebt Senf, Salz, Pfeffer und etwas von der Gewürzmischung für den Dip dazu und schmeckt ab.

Voila, fertig ist die Quiche.

Ich wünsche Euch einen leckeren Tag…

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